SEPA für Firmenkunden Überweisungen und Lastschriften

In Bearbeitung —=>strukturierten Verwendungszweck auf Kundenreferenznumme gemäß ISO 11649:2009 umstellen-

= nicht trivial w/ Pflichtangaben, limitierten Feldern, Sonder+Leerzeichenvermeidung, Rücklaufkontrolle etc. Verwendungszweckangaben des Auftragsgebers werden dem Empfänger ungekürzt mit bis zu 140 Zeichen (max.) übermittelt.
(Hinweis: Bisher standen im nationalen Überweisungsverfahren 378 Zeichen zur Verfügung) war fast DOPPELT soviel.

Geldeinzüge in Deutschland und Europa. Mit den einheitlichen, europaweit funktionierenden SEPA-Lastschriftverfahren können Sie fällige Rechnungsbeträge per Lastschrift sowohl innerhalb Deutschlands als auch in Europa einziehen.

Europaweiter Standard. Die SEPA-Basis-Lastschrift zeichnet sich aus durch:

  • Europaweite Nutzung (neben Deutschland und den weiteren EU-Ländern auch Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und die Schweiz)
  • SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug erforderlich
  • Exaktes Fälligkeitsdatum für die Kontobelastung
  • Achtwöchiger Erstattungsanspruch „ohne Angabe von Gründen“ des Zahlungspflichtigen
  • Verwendung von IBAN und BIC zur Kennzeichnung der Konto- und Bankverbindung
  • durch Mandatsreferenz und Identifikationsnummer des Lastschrifteinreichers (Gläubiger-Identifikationsnummer)
  • Bis zu 140 Zeichen Verwendungszweck

Die SEPA-Firmen-Lastschrift unterscheidet sich in einigen Punkten von der SEPA-Basis-Lastschrift:

  • Der Zahlungspflichtige darf kein Verbraucher/Konsument sein
  • Kein Erstattungsanspruch des Zahlungspflichtigen nach erfolgter Einlösung !

SEPA-Lastschriftmandat erforderlich.
Voraussetzung für den Einzug von Geldern per SEPA-Lastschrift ist das neue SEPA-Lastschriftmandat. Es ermächtigt den Zahlungsempfänger, den fälligen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Zusätzlich wird die Bank des Zahlungspflichtigen zur Einlösung der Lastschrift angewiesen.

Einzugsermächtigungen im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen.
Für Ihnen bereits schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen müssen Sie keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen.

Die deutsche Kreditwirtschaft hat ihre Kundenbedingungen angepasst und so die Voraussetzung geschaffen, dass bereits erteilte Einzugsermächtigungen vom Zahlungsempfänger als Lastschriftmandat im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren weitergenutzt werden können. Sie informieren Ihre Kunden über die jeweilige Mandatsreferenz, Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer und den Zeitpunkt des Wechsels auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren. Zur Bank und Zahlungsdienstleister müssen jedoch zwingend weitere Termine und technische Voraussetzungen und neu abzusch(L)ießende Vereinbarungen fristgemäß vorliegen. Sonst gibt es kein Geld auf´s Konto!

Neue Lastschriftmandate bei SEPA-Firmen-Lastschriften notwendig.
Bei SEPA-Firmen-Lastschriften kann aufgrund der rechtlichen Ausgestaltung der SEPA-Firmen-Lastschrift keine Weiternutzung der bereits bestehenden Abbuchungsaufträge erfolgen. Hier ist die Einholung eines neuen SEPA-Firmenlastschrift-Mandats erforderlich.

Eindeutige Identifikation.
Jedes SEPA-Lastschriftmandat erhält eine eindeutige Mandatsreferenz (zum Beispiel eine fortlaufende Nummer), die bei allen SEPA-Lastschriften angegeben werden muss. In Verbindung mit der Identifikationsnummer des Lastschrifteinreichers (sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer – kostenfrei erhältlich bei der Deutschen Bundesbank  – wird damit jedes Mandat eindeutig identifiziert.

Generell gilt das SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen. Wird jedoch binnen 36 Monaten seit dem letztem Einzug keine Folgelastschrift vom Zahlungsempfänger eingereicht, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, muss ein neues SEPA-Lastschriftmandat vom Zahlungspflichtigen eingeholt werden.

Ändert sich die Bankverbindung, IBAN bzw. Kontonummer, Adresse oder Umfirmierung, Namen etc. bei Unternehmen,  ist zeitnahe Aktualisierung erforderlich. Fallweise neues SEPA-Lastschriftmandat.

Bei dem SEPA-Firmen-Lastschriftmandat gibt es eine Besonderheit: Der Zahlungspflichtige muss seine beauftragte Bank / Zahlungsdienstleister über die Erteilung des SEPA-Firmen-Lastschriftmandats vor der ersten Einlösung einer Lastschrift in Kenntnis setzen. Nicht ausreichend ist die Anzeige der Mandatserteilung durch den Zahlungsempfänger gegenüber dem Institut des Zahlungspflichtigen. In diesem Fall kann z.B.  bis zu 13 Monate -weil nicht „Prenotifiziert“avisiert- vom Verbraucher/Konsumenten- der Lastschrift widersprochen werden. +Rückgabekosten für Einzug-Zahlungsempfänger.

Konkretes Fälligkeitsdatum.
Ein Vorteil der SEPA-Lastschrift ist die Vereinbarung eines konkreten Fälligkeitsdatums, an dem die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen erfolgt.

Die beauftragte Bank / Zahlungsdienstleister ist verpflichtet, vom Zahlungsempfänger eingereichte SEPA-Lastschriften unter Beachtung der SEPA-Vorlauffristen dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorzulegen. Daher müssen SEPA-Basis-Erst- und Einmallastschriften der Zahlstelle mindestens fünf Geschäftstage und Folgelastschriften mindestens zwei Geschäftstage vor dem Fälligkeitstag vorliegen. Für SEPA-Firmen-Lastschriften beträgt die Frist mindestens einen Geschäftstag. Typ COR-1 verkürzt diese.

Zu welchem Zeitpunkt der Lastschrifteinreicher der beauftragte Bank / dem Zahlungsdienstleister die Lastschriften fristwahrend vorlegen muss, wird in der „Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Basis-Lastschriften“ beziehungsweise „SEPA-Firmen-Lastschrift“ geregelt.

Einfache Liquiditätsplanung.
Durch die Einführung eines konkreten Fälligkeitsdatums bei der SEPA-Lastschrift verbessern Sie Ihr Liquiditätsmanagement und können Zahlungsströme geschäftstagsgenau steuern. Dies ist nicht nur für europaweit agierende Unternehmen interessant.

Einheitliche Kundenkennungen.
Wie die SEPA-Überweisung erfordert auch die SEPA-Lastschrift zwingend den Einsatz von IBAN und BIC.

Achtwöchige Erstattungsfrist bei der SEPA-Basis-Lastschrift.
Die Erstattungsfrist für den Zahlungspflichtigen(NUR für Konsument-Privatkunden!) beträgt acht Wochen nach dem Zeitpunkt der Kontobelastung. Bei einem nicht erteilten oder gelöschten Mandat (unautorisierte Lastschrift) beträgt die Rückgabezeit bis zu 13 Monate.(EU-weiter Verbraucherschutz)

Beachten Sie bitte immer  die Meldepflicht.
Bei Lastschriften über 12.500 Euro in das oder aus dem Ausland gibt es eine Meldepflicht an die Deutsche Bundesbank. Bei Fragen zum Thema Meldepflicht (Vordrucke, Einreichungsweg, Meldefristen etc.) steht Ihnen die kostenfreie Hotline der Deutschen Bundesbank unter der Telefonnummer 0800 1234-111 zur Verfügung.

 

Checklisten
weitere Informationen aktuelle Neuigkeiten / Ausnahme Verlängerung bis August 2014

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